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Kühlewind Conference Budapest

Programm

Freitag
Freitag
Ankunft, Registrierung
15:00 - 19:00

Eröffnung
19:00 - 19:30

Christine Gruwez +
19:30 - 21:00
Wie kommt das Neue in die Welt?

Nichts ist in der heutigen Zeitlage notwendiger, als Ideen zu denken, die in der Welt wirksam werden können. Denn das Neue will in die Welt kommen. Jede Idee trägt in sich eine Potenz, die verwirklicht werden will, das heißt: Sie lebt. Die Quelle dieses Leben findet sich in jedem von uns. Da, wo der Logos lebt und das Wort spricht.

Christine Gruwez studierte Philosophie, Altphilologie & Sprachwissenschaft und Iranistik an der Universität Löwen, Belgien. Anschließend Waldorflehrerin und Dozentin in der Lehrerausbildung in Antwerpen sowie an der Thomas More Hochschule. Zahlreiche Forschungsreisen und Seminare, insbesondere in den Nahen und Mittleren Osten. Forschungsschwerpunkte sind die heutige Zeitenlage, der historische Manichäismus und die Mani-Intention für die Zukunft. Autorin u.a. von: Zeitgenosse werden, Futurum Verlag 2007. Die Wunde und das Recht auf Verletzlichkeit, Urachaus 2023.

Samstag
Samstag
Michael Lipson +
09:30 - 10:30
Eine Welt von Wesen, nicht eine Welt von Dingen

Martin Buber hat von einem Ich-Du Verhältnis zur Welt geschrieben. Demnach ist die Welt, unsere Welt, nur scheinbar eine Welt von „materiellen“ Dingen. Einerseits ist die Wirklichkeit in ihrer Vielfalt durch und durch verständlich, denn sie ist als das Sprechen oder das Gesprochene von Wesen anzusehen. Andererseits steht hinter allem Sprechen, also hinter dem, was wir für die Dinge halten, der jeweils Sprechende. So können wir diese Welt, wie alle Welten, als Logos-Welt entdecken. Was hieße es, so zu leben, dass wir diese Wahrheit persönlich erfahren?

Dr. Michael Lipson arbeitet als Psychologe in Privat-Praxis in Great Barrington, Massachusetts. Er hat Vergleichende Literaturwissenschaft in Harvard und Yale studiert, sich aber – nach Begegnungen mit Mutter Theresa und Georg Kühlewind im Jahr 1980 – kurzerhand für die Sozialarbeit entschieden. Er hat die Philosophie der Freiheit von R. Steiner wie auch viele Bücher von Georg Kühlewind ins Englische übersetzt. Er unterrichtet Meditationsgruppen in Amerika und in Europa. Autor u.a. von: The Stairway of Surprise (dtsch.: Finde dich neu), Group Meditation, BE: An Alphabet of Astonishment.

Ervin Fenyő +
10:30 - 11:30
Im dunklen Wald

Der Titel bezieht sich auf Dante, der im ersten Gesang seiner Göttlichen Komödie mit dem Bild des „dunklen Waldes“ den Zustand des Menschen (und damit auch seinen eigenen) bezeichnet, der seinen Weg verloren hat. Dante war nicht der Einzige, dem das passiert ist. Können wir aus dem „dunklen Wald“ herausfinden? Wenn ja, wie?

Dr. Ervin Fenyő hat 1967-71 Schauspielkunst studiert, später Literatur an der Universität Budapest, ELTE. Er promovierte 2007. Er hat an mehreren Schulen unterrichtet, u.a. in der Weiterbildung für Waldorflehrer. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit dem Übungsweg. Er schreibt von sich selbst: „Das zentrale Thema meiner Aktivität war immer die Literatur. Genauer gesagt, die Frage: Wie kann man die literarischen Werke richtig verstehen, wie findet man die Bedeutung hinter den Zeichen? Das ist das, was mich immer beschäftigt hat.“

Pause
11:30 - 12:00

Übungsgruppe +
12:00 - 13:30

Mittagspause
13:30 - 15:00

István Székely +
15:00 - 16:00
Schöpfungsgeschichte – Die Schöpfung des Menschen

Die geisteswissenschaftliche Annäherung an das Alte Testament. Wie soll der Mensch die Schöpfung vollenden?

István Székely ist Dozent an der Anthroposophischen Pädagogischen Werkstatt in Budapest (dem ungarischen Partnerinstitut der Akademie für Anthroposophische Pädagogik in Dornach). Er schreibt Artikel für Zeitschriften und Bücher zu anthroposophischen Themen. Seit 20 Jahren wirkt er als technischer Redakteur sowie als Buchdeckeldesigner bei der Veröffentlichung von anthroposophischen Werken der ungarischen Verlage Genius und Kláris mit. Er hält regelmäßig Vorträge, Seminare und Workshops für die Mitglieder des Kühlewind-Kreises, für Pädagogen und Religionslehrer von Waldorfschulen und Erzieher von Waldorf-Kindergärten im In- und Ausland. Veröffentlichungen: Két tudás 2014, Kláris Kiadó, Budapest -- Zweierlei Wissen 2022, Edition Immanente, Berlin – Douã moduri de a şti nu nui, 2021, Editura Univers Enciclopedic, Bukarest Szabad figyelem (Freie Aufmerksamkeit), 2021, Kláris Kiadó.

László Jakubinyi +
16:00 - 17:00
Das Kühlewind-Projekt

Das „Kühlewind-Projekt“ ist ein Ort, an dem mit behinderten Menschen auf ungewöhnliche Weise zusammengearbeitet wird: „in Symbiose“, als gleichberechtigte Partner. Die Symbiose-Stiftung, die mittlerweile mehr als 500 autistische und geistig behinderte Menschen betreut, hat ihr Konzept unter aktiver Mitwirkung von Georg Kühlewind erstellt. Die geistige Grundlage war ihrer Zeit voraus, das Ergebnis spricht für sich: Sie hat sich zu einer der gefragtesten Institutionen des Landes entwickelt. Wie sieht „praktische Symbiose“ heute aus? – Ein Vierteljahrhundert Kühlewind-Projekt: seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

László Jakubinyi wurde 1992 von Georg Kühlewind eingeladen. Ihr regelmäßiges Treffen bei Georg zu Hause war ein mehrstündiges intensives Eintauchen in das Thema, wie man die Welt der Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten wirklich verstehen kann. In der sonderpädagogischen Feldarbeit wurden Intuitionen erprobt, Erfahrungen analysiert und es entstanden neue Impulse. Mit der Unterstützung von Georg gründete László Jakubinyi 1999 die Symbiose-Stiftung in Nordungarn. Zehn Jahre später erhielt ihr zentrales Heim für junge Erwachsene mit Autismus und geistiger Behinderung den Namen Kühlewind-Haus.

Pause
17:00 - 17:30

Übungsgruppe +
17:30 - 19:00

Abendessen
19:00 - 20:00

Ditta Rohmann +
20:00 - 21:00
Celloabend
Sonntag
Sonntag
Übungsgruppe +
09:30 - 11:00

Pause
11:00 - 11:30

Laszlo Böszörmenyi +
11:30 - 12:30
Rückblick und Ausblick

Ich werde versuchen, in meinem Vortrag einen Rückblick auf die Tagung – und auch auf den aktuellen Stand der übenden Gemeinschaft der Kühlewind-Schüler – zu geben und anschließend einen Ausblick in die Zukunft zu entwerfen. „Gibt es aber keine Auferstehung der Toten, so ist… auch euer Glaube vergeblich.“ (1. Kor. 15, 13-14). Ist unser Glaube vergeblich? Können wir das „Flüstern des Heiligen Geistes“ bei der Morgendämmerung eines neuen Pfingsten vernehmen?

Dr. Laszlo Böszörmenyi, 1992-2017 Professor für Informatik an der Universität Klagenfurt. Jahrzehntelang Freund und Schüler von Georg Kühlewind. Artikel, Seminare und Vorträge über den Schulungsweg. Buchveröffentlichungen: Mondenlicht – Sonnenlicht. Die Umkehr zur Quelle der wissenschaftlichen Denkweise (Info3-Verlag, 2020) und Georg Kühlewind – Ein Diener des Logos (Verlag Freies Geistesleben, 2023)

Abschluss- Gespräch
12:30 - 13:30